VS swingt und ringt
Mit einer lautstarken Dissonanz endete in diesem Jahr das 34. Jazzfestival „VS-swingt“ in Villingen-Schwenningen. Fritz Ewald, der Festivalmacher, schmiss nach 34 Jahren den Bettel hin. Seinem Frust über die schwache Besucherresonanz machte er auf der Bühne vor dem Abschlusskonzert am Samstag öffentlich Luft. Damit steht die Frage im Raum, ob dass das Ende war nach 34 Jahren „VS swingt“.
Das traditionsreiche Jazzfestival stand in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für prickelnden Jazz und glanzvolle Namen, begeisterte mit nächtlichen Jam-Sessions und war in der Region ein gesellschaftliches Ereignis. Zuletzt hat sich das Festival indes schwer getan. Der gewohnte Publikumszulauf war nicht mehr selbstverständlich.
Den Tiefpunkt erlebte Fritz Ewald, seit 14 Jahren alleiniger Programm-Verantwortlicher, am vergangenen Wochenende. Gerade 1610 Besucher am Ende eines viertägigen Programms bedeuteten Minusrekord. 2008 kamen noch über 3000 Zahlende. Fritz Ewald zog noch am Abschlussabend frustriert die Konsequenzen, kündigte verbittert seinen Rückzug an und entschwand in den Urlaub.
Das Festival steht damit vor einem finanziellen und personellen Scherbenhaufen. Bei den Eintrittsgeldern hat Ewald das Ziel in diesem Jahr nach eigenen Angaben um 50 000 Euro verfehlt. Und wer nach seinem Rückzug in der Lage sein soll, die Lücke zu füllen, um „VS swingt“ neues Leben einzuhauchen, steht noch in den Sternen.
(Quelle: Südkurier)

